ODY/docs/principles/ODY-DESIGN-CONSTITUTION.md

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# ODY Design Constitution
> Version 1.0 · 2026-07-19 · Single Source of Truth
Design decisions in this project follow these principles.
When in doubt, check: does this choice reinforce or contradict the constitution?
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## Core Statement
**ODY ist kein Chatbot. ODY ist ein Werkzeug.**
Ein Werkzeug fragt den Nutzer nicht nach seinem Namen.
Ein Werkzeug erklärt sich nicht selbst.
Ein Werkzeug ist einfach da, wenn man es braucht.
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## Grundprinzipien
### 1. Provision once. Depend never.
ODY wird einmal eingerichtet — bewusst, mit Zeit, mit Internet wenn nötig.
Danach gehört es dem Nutzer. Vollständig.
Der tägliche Betrieb darf nie von Cloud-Diensten, Accounts, Servern oder
Internetverbindungen abhängen. Nicht still, nicht sichtbar, nicht im Hintergrund.
**Drei Phasen:**
| Phase | Wann | Internet erlaubt? |
|---|---|---|
| **Provision** | Einmalig oder bewusst ausgelöst | Ja — Modell laden, Updates, Import |
| **Operate** | Täglich, überall | Nein — vollständig autark |
| **Maintain** | Selten, bewusst | Ja — Update, Backup, Gerätewechsel |
### 2. Offline-first, nicht Offline-only
ODY muss funktionieren wenn kein Internet da ist.
ODY darf Internet nutzen wenn der Nutzer es bewusst auslöst.
Das ist kein Dogma — es ist ein Qualitätsmerkmal.
Wie ein Messer das auch nach Jahren noch schneidet.
### 3. Personalisierung gehört zum Provisioning
Ein Werkzeug darf auf seinen Besitzer abgestimmt werden. Es darf den Nutzer aber nie zwingen,
sich immer wieder neu einzurichten.
Beim ersten Start darf ODY fragen:
- Name für den Assistenten (optional)
- Sprache und Stimme
- Modell auswählen
- Datenschutz-Entscheidungen bestätigen
Das ist kein Marketing-Onboarding. Das ist das Schärfen und Gravieren des Messers.
**Ab dem zweiten Start gilt kompromisslos:**
App öffnet direkt im Chat. Keine Begrüßung. Keine Tour. Keine erneuten Fragen.
Das Werkzeug ist bereit.
> Personalisierung ist Teil des Provisionings.
> Sie findet einmalig statt und darf den täglichen Betrieb niemals unterbrechen.
### 4. Vertrauen statt Marketing
ODY zeigt nicht was es kann.
ODY zeigt worauf man sich verlassen kann.
Der Header zeigt permanent:
```
🛡 Autark · 🧠 [Modell oder "Kein Modell"] · 📱 Dieses Gerät · 🔋 [Akku]
```
Kein Splash-Screen. Kein wiederholtes Onboarding. Kein Tutorial beim zweiten Start.
Ab dem zweiten Start: App öffnen — Cursor im Eingabefeld — loslegen.
### 5. Simulation wird immer gekennzeichnet
Wenn kein echtes Modell geladen ist, zeigt ODY `[Simulation]`.
Niemals wird eine simulierte Antwort als echte Inferenz dargestellt.
Wenn das lokale Modell aktiv ist: `Autark · Lokales Modell aktiv`
Wenn Stub aktiv ist: `[Simulation] · Kein Modell geladen`
### 6. Werkzeug-Philosophie
Sofort einsatzbereit: App öffnen → Cursor im Eingabefeld → loslegen.
Eine Hauptfunktion: Der Chat ist die zentrale Oberfläche.
Alles andere ist erreichbar, drängt sich aber nicht auf.
Keine Überraschungen: Offline bedeutet wirklich offline.
Kompakt, nützlich, vielseitig, strukturiert, einfach in der Handhabung.
Das Schweizer Taschenmesser — nicht das Schweizer Taschenmesser-Katalog.
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## Was ODY nicht ist
- Kein Cloud-Chatbot mit Offline-Modus
- Kein Hugging-Face-Browser
- Kein verstecktes PocketPal
- Kein Feature-Showcase
- Kein Marketing-Produkt
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## Für Entwickler und KI-Agenten
Vor jeder Entscheidung — Feature, Design, Architektur — diese Fragen:
1. Funktioniert das noch wenn kein Internet da ist? (Operate-Phase)
2. Schafft das eine Abhängigkeit die der Nutzer nicht kontrolliert?
3. Zeigt das dem Nutzer was er sich verlassen kann — oder was ODY kann?
4. Ist eine Simulation klar als Simulation gekennzeichnet?
Wenn eine dieser Fragen mit „Nein" beantwortet wird: Entscheidung überdenken.
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*Dieses Dokument ist eine Verfassung, kein Lastenheft.*
*Wenige Grundsätze. Langer Bestand. Keine Sprint-Notizen.*